Anna-Maria Palii ,  in Erding bei München geboren, erhielt früh ersten Klavier-, Violin- und Gesangunterricht. Nach dem Abitur studierte sie die Fächer Pädagogik, Psychologie und Musikpädagogik an der Universität Bamberg. 2011 begann Sie ihr Gesangsstudium an der Kunstuniversität Graz zunächst bei Claudia Rüggeberg, im Schwerpunkt Konzertgesang studierte sie außerdem Liedgestaltung bei  Joseph Breinl  und Oratorium bei  Christine Whittlesey. 2016 schloss sie den Bachelor of Arts "mit Auszeichung" ab und setzt nun ihre Ausbildung im Masterstudium bei Hermine Haselböck und  Elena Pankratova fort.

Seit Sommer 2016 ist Anna-Maria Palii zudem als Sopranistin im Chor des Bayerischen Rundfunks tätig. Zusammen mit diesem preisgekrönten Spitzenensemble war sie bisher u.A. bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musikfestival, den Rencontres Musicales Internationales d'Evian, am Royal Operahouse Mascat, sowie in allen großen Konzertsälen Europas zu Gast. Musikalisch profitierte sie von der Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir John Elliot Gardiner, Yannik Nezet-Seguin, Ricardo Muti, Christoph Eschenbach, Christian Thielemann, Franz Welser-Möst, Zubin Mehta und Kent Nagano. 

 Sie erhielt musikalische Impulse von Julie Kaufmann und Edith Wiens, ergänzend besuchte Sie außerdem Meisterkurse bei  Thomas Hampson, Thomas Quasthoff, Jan Philip Schulze, Robert Holl, Joshua Rifkin, Brigitte Fassbänder, Hedwig Fassbender, James Baillieu und Caroline Dowdle. 

Anna-Maria Palii ist Stipendiatin des Rotary Clubs, der Irmler-Stiftung der Universität Bamberg, der Bayerischen Singakademie, des "Mirjam Helin International Singing Competition" Helsinki und der Verbier Festival Academy. 2014 und 2016 erhielt sie zudem ein Leistungsstipendium der Kunstuniversität Graz. 

Anna-Maria war bereits in zahlreichen Partien ihres Faches zu hören, u.a.  Susanna (Le Nozze di Figaro), Anna Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Pamina (Die Zauberflöte), Gretel (Hänsel und Gretel), Lucy ( The Telephone), V. Magd ( Elektra),  Ännchen (Der Freischütz) und Flora (The Turn of the Screw). Ihr Konzertrepertoire umfasst einige Werke von Bach (Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium, Matthäuspassion, zahlreiche Kantaten), Haydn (Die Schöpfung), Mozart (C-Moll Messe, Exsultate Jubilate, Krönungsmesse), sowie Werke von Schubert, Dvorak, Rossini, Händel, Mendelssohn und anderen. Sie arbeitete zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Concerto Köln, der Akademie für alte Musik Berlin, dem Verbier Festival Orchester und dem Münchner Rundfunkorchester. Zahlreiche Engagements führten Sie bisher zum Verbier Festival, zu den Internationalen Händel Festspielen Halle, in den Münchner Herkulessaal, an das Prinzregententheater München, an das Haus für Musik und Musiktheater Graz, sowie an Podien in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Polen, Belgien und der Schweiz.

Die Sopranistin arbeitete solistisch mit Dirigenten wie Peter Dijkstra, Bernhard Schneider, Wolfgang Wengenroth, Johannes Prinz, Howard Arman,  Mariss Jansons, Matthias Pintscher, Emilio Pomarico und Esa-Pekka Salonen zusammen. 

Als Interpretin für zeitgenössische Musik war sie in der vergangenen Saison mehrmals als Solistin zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Rahmen der Konzertreihe Musica Viva zu hören.